Veränderung beginnt im Kopf, aber echte Transformation passiert tiefer. Mentaltraining ist ein starker erster Schritt, um neue Gedanken zu formulieren – doch oft stoßen wir an Grenzen, weil Überzeugungen nicht nur Gedanken sind, sondern emotional gespeichert.
Sie sind das Ergebnis gelerntes Verhaltens: Wie du mit Stress umgehst, wie du Anerkennung suchst oder dich selbst beruhigst. Deshalb verändert sich dein Verhalten erst dann dauerhaft, wenn wir nicht nur den Gedanken verstehen, sondern das Gefühl dahinter greifbar machen.
Glaubenssätze erkennen und verändern: Wie deine innere Landkarte dein Leben prägt

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Hallo und herzlich willkommen zu meinem Audio.
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Ich bin Jutta und ich freue mich, dass du reinhörst.
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Ich habe heute ein, wie ich finde, sehr, sehr spannendes Thema.
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Es geht um innere Überzeugung oder auch Glaubenssätze.
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Was ist es genau?
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In der Fachliteratur steht.
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Glaubenssätze sind tief verankerte, oft unbewusste Überzeugungen und Lebensregeln, die unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen.
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Der Ursprung ist meist in der Kindheit entwickelt und dient als Orientierung und Sicherheit.
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Glaubenssätze basieren auf Erfahrung, Erziehung oder Meinung anderer.
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Und wirken wie selbsterfüllende Prophezeiungen und prägen, wie wir uns selbst und die Welt wahrnehmen.
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Ich wiederhole nochmal zwei Punkte, die ich besonders wichtig finde.
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Sie dienen als Orientierung und Sicherheit und wirken wie selbsterfüllende Prophezeiung.
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Und weiter, sie prägen, wie wir uns selbst und die Welt wahrnehmen das bedeutet ja, dass diese Überzeugungen, mit denen wir durchs Leben gehen, gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben müssen.
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Wenn ich also in meiner Kindheit die Erfahrung gemacht habe, dass ich nur bei Leistung gelobt und bei Fehlern bestraft werde, dann kann daraus der Glaubenssatz, ich muss perfekt sein, entstehen.
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Und dieser Anspruch an mich, immer perfekt sein zu müssen, begleitet mich dann durch mein ganzes Leben. Oder wenn ich als Kind meine Aufgaben nie alleine durchführen durfte.
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Die Eltern mir schnell alles abgenommen haben, kann der Glaubenssatz, ich schaffe das nicht alleine, entstehen.
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Und daraus dann schnell die Überzeugung, dass zum Beispiel eine Aufgabe als zu groß, zu viel, zu schwierig erscheint.
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Wir trauen es uns dann nicht zu.
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Aber eigentlich sind wir doch in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen.
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Wir haben die entsprechenden Qualifikationen dafür und auch unser Umfeld bestätigt uns, dass sie uns das zutrauen.
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Und trotzdem sind wir der Meinung, dass wir das nicht schaffen.
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Was ist da los?
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Das Gefährliche an Glaubenssetzen ist, dass sie unerkannt in der Tiefe wirken und uns täglich leiten.
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Denn wir beurteilen Situationen durch die Brille unserer Glaubenssätze aufgrund unserer Prägung, also Erziehung und Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben.
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Aber dennoch sind wir ihnen nicht ausgeliefert und müssen bis zum Ende unserer Tage mit Ihnen und Ihren Auswirkungen leben.
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Was können wir tun?
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Der erste Schritt ist natürlich erst einmal einen Glaubenssatz zu erkennen, der uns negativ beeinflusst und einschränkt.
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Denn in unserem System, in unserer Wahrnehmung ist es ja die Wahrheit, eine Tatsache und kein Glaubenssatz.
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Durch Selbstbeobachtung können diese identifiziert und dann einem Realitätscheck unterzogen werden.
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Also, ist das wirklich so?
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Bin ich unqualifizierter als die Kollegin, die diese Aufgabe mit einer Leichtigkeit erledigt?
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Danach können wir starten, uns sozusagen umzuprogrammieren, indem wir uns zum Beispiel sagen, ich kann das, ich bin gut, ich wachse jeden Tag mit meinen Aufgaben.
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Natürlich ist es eine Reise und nicht von einem Tag zum anderen zu verändern.
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Denn was dein ganzes Leben lang dein Begleiter war.
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Deine innere Landkarte verschwindet nicht einfach so von einem Tag auf den nächsten.
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Aber Schritt für Schritt ist Veränderung möglich.
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Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Glaubenssätze man hat, die einen einschränken und welche Macht sie haben, aber auch, wie gut man sie verändern kann und welche Bereicherung diese dann sein können, wenn man sie in positive, unterstützende Glaubenssätze verändert hat.
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Bist du daran interessiert, deine Glaubenssätze zu finden, die dich einschränken, deine innere Landkarte umzugestalten?
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Dann kontaktiere mich.
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Ich unterstütze dich gern auf deiner Reise.
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Für heute sende ich dir viele liebe Grüße und hoffentlich bis zum nächsten Audio
Neue Denkweisen für nachhaltige Veränderung
Veränderung beginnt nicht im Verhalten, sondern im Kopf.
Mentaltraining hilft dir, neue Gedanken zu entwickeln.
Doch manchmal reicht es nicht, nur „anders zu denken“.
Denn viele Überzeugungen sind nicht nur Gedanken –
sie sind emotional gespeichert.
Sie entstehen aus Erfahrungen, in denen du gelernt hast:
- wie du mit Stress umgehst
- wie du Anerkennung bekommst
- wie du dich selbst beruhigst
Deshalb verändert sich Verhalten oft erst dann nachhaltig,
wenn wir nicht nur den Gedanken verstehen – sondern auch das Gefühl dahinter.
So veränderst du deine inneren Überzeugungen
- Erkenne, was dich zurückhält
Achte auf wiederkehrende Gedanken, besonders in typischen Mustersituationen (z. B. Stress, Druck, Erschöpfung).
Frage dich:
„Was denke ich in diesem Moment über mich?“
„Was glaube ich, was dieses Essen mir gibt?“
Beispiel: Das kann sich unterschiedlich zeigen:
– „Ich brauche jetzt etwas Süßes“
– „Ich muss das noch fertig machen“
– „Ich darf keinen Fehler machen“
→ Unterschiedliche Gedanken, gleiche Funktion: Regulierung - Entlarve deine alten Glaubenssätze
Viele Überzeugungen stammen aus früheren Erfahrungen – aus Kindheit, Familie oder Gesellschaft.
Frage dich:
„Woher kenne ich diesen Satz?“
„War das damals wirklich wahr – und ist es heute noch gültig?“
Beispiel: „Essen macht glücklich.“
Manche dieser Muster sind so früh entstanden, dass sie sich heute ganz selbstverständlich anfühlen.
Nicht weil sie „richtig“ sind – sondern weil sie einmal sinnvoll waren.
– Vielleicht war Essen früher eine Form von Trost.
– Vielleicht war Leistung der Weg zu Anerkennung.
– Vielleicht war Anpassung notwendig, um dazuzugehören.
Heute brauchst du diese Strategien vielleicht nicht mehr – aber dein System greift noch automatisch darauf zurück. - Verstehe die Funktion hinter deinem Verhalten
Bevor du etwas veränderst, lohnt sich eine entscheidende Frage:
„Wofür ist dieses Verhalten eigentlich gut?“
Beispiel:
– Überessen → beruhigt dich
– Überarbeiten → gibt dir Kontrolle
– Überdenken → schützt dich vor Fehlern
Erst wenn du die Funktion erkennst, kannst du eine echte Alternative entwickeln. - Formuliere neue Gedanken, die dich stärken
Ersetze deine alten Überzeugungen bewusst durch neue, unterstützende Denkweisen:
– Statt „Ich schaffe das nicht“ → „Ich kann lernen, mich anders zu verhalten.“
– Statt „Essen macht mich glücklich“ → „Ich finde Stabilität in mir – nicht im Verhalten.“
-Statt „Ich muss verzichten“ → „Ich entscheide mich bewusst – für mich.“
Tipp: Wiederhole deinen neuen Satz täglich laut – am besten morgens und abends.
Schreibe ihn in dein Mental-Tagebuch oder hänge ihn an den Kühlschrank. - Verknüpfe Denken mit Gefühl
Worte verändern erst dann etwas, wenn du sie fühlst.
Schließe die Augen, atme tief ein – und stelle dir vor, wie du dich fühlst, wenn du diese neue Überzeugung lebst.
Wie reagierst du in schwierigen Momenten? Wie gehst du mit Druck um? Wie entscheidest du?
Wenn du merkst, dass es dir schwerfällt, ein neues Gefühl aufzubauen,
kann das ein Hinweis sein, dass noch etwas „Altes“ wirkt.
Dann geht es nicht darum, dich mehr anzustrengen – sondern genauer hinzuschauen: „Was in mir hält noch an diesem alten Muster fest?“
Genau hier beginnt die tiefere Arbeit. - Übung: Dein tägliches Mentaltraining (5 Minuten)
(1) Setze dich aufrecht hin und schließe die Augen.
(2) Atme 4 Sekunden tief durch die Nase ein – und 4 Sekunden langsam durch den Mund aus.
(3) Denke an eine Situation, in der du sonst schwach wirst – und stelle dir vor, wie du sie diesmal bewusst meisterst.
(4) Wiederhole innerlich: „Ich habe die Wahl. Ich entscheide mich für Leichtigkeit.“
Diese Übung hilft dir, neue Verknüpfungen im Gehirn zu schaffen – von automatischem Reagieren zu bewusster Steuerung.
Wenn du immer wieder zurückfällst
Viele Menschen erleben, dass sie neue Strategien verstehen – und trotzdem in alten Mustern landen.
Das ist kein Mangel an Disziplin.
Sondern oft ein Zeichen dafür, dass die Ursache tiefer liegt als das Verhalten selbst.
Dann geht es nicht mehr nur darum, etwas anders zu machen – sondern darum, sich selbst besser zu verstehen.
Diese Muster zeigen sich oft in verschiedenen Bereichen gleichzeitig – nicht nur beim Essen.
Fazit
Dein Denken beeinflusst dein Verhalten.
Solange du innerlich glaubst, dass Veränderung anstrengend, riskant oder unsicher ist, wird dein Verhalten genau darauf reagieren.
Doch sobald du lernst, deine Überzeugungen liebevoll zu verändern, wird Leichtigkeit möglich – ohne Diätstress, ohne Schuldgefühle.
- Mentaltraining hilft dir, neue Denkweisen aufzubauen
- Therapie hilft dir, die emotionalen Ursachen dahinter zu lösen
Beides zusammen ermöglicht Veränderung, die nicht nur kurzfristig funktioniert – sondern sich wirklich stabil anfühlt.
Erfolgt steht und fällt mit der Umsetzung
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#11 – Mindset & Mentaltraining


