Es ist wie verhext: Du hast die ersten Kilos verloren, die Gewohnheiten laufen gut, der Erfolg ist greifbar. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, wirfst du alles über den Haufen. Du verpasst das Training, verfällst in alte Essmuster und machst deine eigenen Fortschritte zunichte. Dieses Phänomen nennt sich Selbstsabotage beim Abnehmen. Doch warum tun wir etwas, das unseren bewussten Wünschen so radikal widerspricht?
Der unbewusste Gewinn der Sabotage
In der Psychologie wissen wir: Jedes Verhalten – so destruktiv es rational auch sein mag – hat für unser Unterbewusstsein einen sogenannten „sekundären Krankheitsgewinn“. Es erfüllt eine Schutzfunktion.
Wenn du dein Leben lang gelernt hast, dich hinter einer körperlichen Schicht oder hinter dem Status „Ich versuche gerade abzunehmen“ zu verstecken, bedeutet echter Erfolg eine massive Veränderung deiner Identität. Dein Unterbewusstsein stellt sich Fragen wie:
- Wer bin ich überhaupt, wenn ich nicht mehr ‚die Dicke‘ oder ‚der Gemütliche‘ bin?
- Zieht mein neuer Körper Blicke auf sich, die mir eigentlich Angst machen?
- Verliere ich die Solidarität meiner Familie oder Freunde, wenn ich mich verändere?
Wie du den inneren Saboteur zum Verbündeten machst
Um die Selbstsabotage dauerhaft zu beenden, darfst du nicht noch härter gegen dich selbst kämpfen. Du musst den Saboteur verstehen lernen.
- Keine Verurteilung: Nimm den Rückfall wahr, ohne dich als „schwach“ oder „undiszipliniert“ zu beschimpfen.
- Die Schutzabsicht hinterfragen: Frage dich in einer ruhigen Minute: „Vor was genau will mich dieser Rückfall beschützen? Welche Angst taucht auf, wenn ich mein Ziel wirklich erreiche?“
- Sicherheit kreieren: Zeige deinem System, dass es auch im schlanken, fitten Zustand absolut sicher ist und du deine Grenzen wahren kannst.
Erlebe deinen Durchbruch
Selbstsabotage ist das klassische Zeichen dafür, dass eine mentale Blockade tiefer sitzt, als ein normales Coaching greifen kann. Lass uns im geschützten therapeutischen Raum hinschauen, um diese alten Schutzpanzer sanft und nachhaltig aufzulösen.


